top of page

5 Skills, die Performance-Marketing-Managerinnen 2026 wirklich brauchen (ohne AI-Hype)

  • Autorenbild: Felix Jung
    Felix Jung
  • 22. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit
Einleitung

In diesem Beitrag soll es um dein Skillset gehen. Genauer gesagt, worauf du dich fokussieren solltest, wenn du im Jahr 2026 im Performance Marketing arbeiten möchtest. Und nein, hier soll es nicht um AI gehen. Das ist zwar ein wichtiger Bereich, aber ich denke, dass unsere LinkedIn-Timelines bereits gut mit vermeintlichen AI-Expert*innen gefüllt sind, die dir sagen, dass du bald deinen Job los bist, wenn du nicht ihren Kurs buchst.


  1. Kommunikation

Richtig, wir sprechen über Kommunikation und nicht direkt über technische Punkte (keine Sorge, die kommen noch). Performance Marketing ist kein Wundermittel und ein Kanal wie z.B. Google Ads generiert keine Ergebnisse, nur weil man etwas Geld in die Hand genommen hat. Und das muss man kommunizieren können.


Die Erwartungshaltung ist bei bezahlten Kanälen oft sehr hoch. Man hat schließlich Geld dafür ausgegeben – dann muss auch etwas geliefert werden. 


Ja und nein. Google (und andere Kanäle) liefern Traffic. Das ist das einzige Versprechen, das gegeben wird. Was am Ende des Tages daraus wird, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.


Erwartungsmanagement ist hier ein sehr wichtiger Begriff. 


Aber auch die Kommunikation mit Designer*innen, Web-Development, Marketing Operations oder Sales-Teams ist extrem wichtig. 


Im Performance-Marketing hängen die Ergebnisse in der Regel stark von anderen Parteien ab. Ein gutes Stakeholdermanagement ist eine der besten Gewohnheiten, die du dir draufschaffen kannst.


Zusätzlich kommen Punkte wie E-Mail/Message-Etiquette hinzu. Dazu werde ich einen eigenen Beitrag schreiben, den ich hier verlinken werde.


  1. Ad Copy & Creatives

“Aber AI kann das doch für mich übernehmen!” – höre ich bereits die Ersten sagen. Das stimmt. AI kann dir Ad-Copies schreiben. Und das ziemlich schnell. Aber du solltest trotzdem weiterhin über deine Texte und Creatives nachdenken und sehr gern selbst Hand anlegen. Warum? Damit du weiterhin ein Gespür dafür hast, was eine gute Ad Copy ausmacht, oder wie gute Designs für Anzeigen aussehen sollten.


Use it or lose it.


Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass man den schnelleren und (oft) bequemeren Weg gehen möchte. Außerdem kann man dann noch dem Chef sagen: “Guck mal, ich benutze AI – genau so wie du es dir gewünscht hast.”


 Und nochmal, dieser Beitrag ist kein Rant gegen AI. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass das Schreiben von Anzeigen eine Fähigkeit ist, die man üben muss. Und die beste Art des Übens ist das Machen. Also bitte, schreibe zumindest einen Teil der Anzeigentexte selbst. 


  1. Tracking

Endlich: Technischer Kram. Tracking ist für Performance-Marketing das A und O. Umso erschreckender ist es, dass es immer noch extrem viele Accounts gibt, bei denen das Tracking entweder fehlerhaft oder gar nicht vorhanden ist.


Besonders oft sehe ich es im B2B-Bereich. Gern mit der Aussage “Wir wollen den Kanal testen und einfach ein wenig Traffic auf die Homepage schicken. Wenn das dann gut funktioniert, dann bauen wir ein richtiges Setup.”


Ich verstehe dabei den Gedanken, erst einmal sehr Lean zu starten und schnell Erfahrungen zu sammeln. Allerdings wird das oft nicht funktionieren, wenn Ergebnisse nicht messbar sind. Persönlich bin ich der Meinung, dass alle im Performance Marketing zumindest ein Grundverständnis für Tracking mit z.B. dem Google Tag Manager haben sollten. Damit können schnell und vergleichsweise einfach Conversions angelegt und messbar gemacht werden (ohne auf Entwickler*innen angewiesen sein zu müssen).


Darum bitte: Schafft euch Basic-Tracking-Wissen drauf. Eure Entwickler*innen werden es euch danken, weil sie nicht für jede Mini-Conversion eingespannt werden müssen und ihr müsst im Gegenzug nicht auf Developer-Ressourcen warten. Win-Win.



  1. Reporting

Ja, man könnte jetzt sagen, dass Tracking und Reporting stark zusammenhängen. Ich möchte aber die Wichtigkeit von sauberem Reporting betonen und deshalb das als eigenen Punkt nennen. Lerne bitte, wie du eigene Dashboards erstellst und selbst anpassen kannst. Ein CRM wie Hubspot ist hier dein bester Freund. Kostenfreie Produkte wie Looker Studio oder auch das gute, alte Excel Sheet können aber auch sehr hilfreich sein.


Bitte arbeite daran, dass du Daten transparent aufbereiten kannst. Und ja, das ist ein Skill, den man lernen muss. Ich spreche hierbei nicht “nur“ von fancy Excel-Formeln. Es geht einfach darum, dass du Daten erklärbar machst und sie interpretieren kannst. Besonders im Zeitverlauf.


Du hast ein Experiment auf einem Kanal laufen? Perfekt. Bau dir ein Dashboard, das die wichtigsten Ergebnisse konstant trackt.


Du hast ein regelmäßiges Meeting mit deinen Chefs? Sehr gut. Erstelle eine Übersicht mit den wichtigsten KPIs und komme in jedem Meeting darauf zurück.


  1. Lernbereitschaft

Ich weiß, dass Veränderung oft nervig und vielleicht gruselig sein kann. Aber Performance-Marketing ist stetig im Wandel. Die Art, wie im Jahr 2026 Anzeigen auf z.B. Google geschaltet werden, ist fundamental anders als vor 5 Jahren. Und auch anders als vor 2 Jahren. Vermutlich auch als letztes Jahr. Und Änderungen kommen immer schneller. Du musst also auf dem aktuellen Stand bleiben und das bedarf eine große Lernbereitschaft und auch die Fähigkeit sich Wissen draufzuschaffen.


Bitte beachten: Das bedeutet nicht, dass jedem Trend hinterhergerannt werden soll. Stattdessen solltest du ein Gefühl dafür entwickeln, welche Neuerungen tatsächlichen Mehrwert für deine Kampagnen beinhalten und was weniger relevant ist.


Das Nervige daran ist, dass das in erster Linie über Erfahrung gelernt wird. Aber behalte dir eine gewisse Offenheit bei, aber hinterfrage Dinge kritisch. Besonders, wenn ein neuer Hack versprochen wird.


Schlusswort

Das waren also 5 Skills, die für dich als Performance-Marketing-Manager*in wichtig sind. Die Liste könnte länger sein. Was ist zum Beispiel mit den Skills innerhalb von Ad-Managern? Und was ist mit AI? Und welcher Kanal ist der Beste? UND WAS IST MIT AI?!?!


Stop. 


Ich bin bei dieser Liste davon ausgegangen, dass du ein Grundverständnis vom Performance-Kanal deiner Wahl hast. Die hier genannten Skills werden dir deinen Arbeitsalltag massiv vereinfachen. Und zu AI habe ich am Anfang schon etwas gesagt, aber ich wollte nochmal betonen, dass das hier wirklich nicht der Fokus ist. 


Welcher Skill ist deiner Meinung nach 2026 der wichtigste – Kommunikation, Tracking oder etwas ganz anderes? Schreib mir auf LinkedIn oder über das Kontaktformular.


Cheers.

bottom of page